Arbeit die gemacht werden muss.
Blog‑Artikel: Nebel, Eule, Mitternacht – und ein Satz, der mich richtig triggert
Hy Leute, ich bin’s – Joe. Und ja, keine Ahnung, was da gestern Nacht abging. Ich wache nach Mitternacht auf, draußen wabert dieser unheimliche Nebel wie in einem alten Gruselfilm, und irgendwo macht eine Eule ihren typischen „Uhuuu‑ich‑weiß‑etwas‑was‑du‑nicht‑weißt“-Sound. Und plötzlich – zack – bin ich 17. Einfach so. Keine Erklärung. Keine Logik. Nur Nebel, Eule und ein Gefühl, als hätte das Universum mich kurz neu gestartet.
Und während ich da so halb wach rumliege, fällt mir wieder dieser Satz ein, den man ständig hört: „Die Ausländer nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg.“ Ey, ich sag’s direkt: Dieser Satz ist wie ein altes kaputtes Mixtape – läuft immer wieder, klingt jedes Mal falsch und nervt einfach nur.
Denn mal ehrlich: Viele Jobs, die angeblich „weggenommen“ werden, wollen die Leute hier gar nicht machen. Wirklich nicht. Ich hab’s oft genug gehört:
- „Das ist unter meiner Würde.“
- „Für so wenig Geld steh ich nicht auf.“
- „Ich hab doch nicht jahrelang Schule gemacht, um DAS zu machen.“
- „Das ist körperlich viel zu anstrengend.“
- „Da muss man sich ja schmutzig machen.“
- „Ich will flexible Arbeitszeiten, nicht sowas.“
- „Das ist mir zu stressig, zu laut, zu heiß, zu kalt, zu eklig.“
Und jetzt kommt’s: Genau diese Jobs müssen trotzdem gemacht werden. Jeden Tag. Ohne Pause. Ohne Ausreden. Hier ein paar Beispiele, die viele ablehnen, aber die Gesellschaft dringend braucht:
- Erntehelfer – ohne die gibt’s keine Erdbeeren, kein Gemüse, keine Obstkisten im Supermarkt.
- Bauarbeiter – ohne die bricht jedes Land zusammen, wortwörtlich.
- Müllentsorgung – stell dir mal eine Woche ohne Müllabfuhr vor. Viel Spaß.
- Krankenhauspflege – harte Arbeit, wenig Schlaf, viel Verantwortung.
- Kanalreinigung – jemand muss da runter, und nein, es ist nicht glamourös.
- Wäschereien – Hotels, Kliniken, Restaurants… alles läuft über diese Leute.
- Tatortreiniger – einer der härtesten Jobs überhaupt.
- Schlachthofarbeit – extrem belastend, körperlich und mental.
- Logistik & Lager – Pakete kommen nicht von Zauberhand an.
- Reinigungskräfte – ohne sie würde alles aussehen wie ein Endzeitfilm.
Und jetzt stell dir vor: Ein Österreicher, ein Deutscher oder wer auch immer sagt: „Nö, diesen Job mach ich nicht.“ Okay. Fair. Niemand muss jeden Job mögen. Aber dann kann man nicht gleichzeitig behaupten:
„Die Ausländer nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg.“
Denn wenn du einen Job nicht machen willst – wirklich GAR NICHT – dann kann er dir auch nicht „weggenommen“ werden. Das ist wie zu sagen: „Der hat mir mein Gemüse weggegessen!“ Während du selbst sagst: „Ich esse kein Gemüse.“
Viele Menschen, die hierherkommen, machen Jobs, die andere ablehnen. Nicht weil sie „wegnehmen“, sondern weil sie einspringen. Weil sie arbeiten wollen. Weil sie gebraucht werden. Und ganz ehrlich: Ohne sie würde vieles zusammenbrechen.
Also bevor man diesen Satz wieder raushaut wie einen schlechten Song, der nie aus den Charts verschwindet, sollte man sich fragen: Wer macht die Arbeit wirklich? Wer hält das System am Laufen? Und wer sagt ständig „Nein danke, das ist mir zu anstrengend“?
Ich sag’s mal rockig direkt: Wenn du einen Job nicht willst, dann beschwer dich nicht über jemanden, der ihn macht.
Mystische Grüße aus der Nebelnacht,
Joe, 17 – der Typ, der sagt, was andere nicht aussprechen.
