CB-FUNK DIGITALANZEIGE – KANAL 16 – SIGNAL: S9+

19.06.2026
📡 CB-FUNK DIGITALANZEIGE – KANAL 16 – SIGNAL: S9+
S-METER

📻 Die wilde Geschichte eines jungen CB‑Funkers aus Oberösterreich (1987)

Erzählt in Ich‑Form, Er‑Form, Du‑Form und Sie‑Form – ganz direkt, ganz ehrlich.

🔹 TEIL 1 – Der Junge, das Handfunkgerät und ein Haufen schräger Funknamen

Wenn ich heute zurückdenke, sehe ich mich noch ganz klar: 14 Jahre alt, irgendwo in Oberösterreich, Handfunkgerät in der Hand, Herzklopfen bis in die Antennenspitze. Das Gerät war schon eingeschaltet, bevor ich überhaupt wusste, wie ich mich nennen wollte. Typisch ich – zuerst senden, dann denken.

Er – dieser Junge von damals – war neugierig, ein bisschen naiv, aber mit großen Ohren für alles, was aus dem Lautsprecher kratzte. Sie würden heute vielleicht sagen: „Der war süchtig nach Funk.“ Du würdest wahrscheinlich sagen: „Klingt wie Discord, nur in analog und mit mehr Rauschen.“

🎙️ Wie alles begann – der Kampf um einen Funknamen

Das Handfunkgerät war also an, die Frequenz stand auf einem der damals beliebten Kanäle – und ich hatte keinen Plan, wie ich mich melden sollte. Zur Auswahl standen Namen wie Garten Arbeiter, Garten‑Hackler oder einfach Gärtner.

Welcher Name es am Ende wirklich geworden ist, liegt leider nicht schriftlich vor. Vielleicht weißt du es, wenn du damals mitgehört hast. Vielleicht wissen Sie es, wenn Sie zufällig einer der alten Funker aus der Gegend sind. Vielleicht weiß es irgendjemand, der diese Seite besucht und sich denkt: „Moment, den Burschen kenn ich doch noch!“

📡 Die Funkrunde auf Kanal 16 – ein Hörspiel ohne Drehbuch

Was aber sicher ist: Ich war oft auf Kanal 16 unterwegs. Für mich war das damals einfach „der Kanal, wo was los ist“. Dort tummelten sich CB‑Funker, die klangen wie Figuren aus einem völlig überdrehten Hörspiel.

Die Runde bestand aus Funkern mit Namen wie:

  • Bananen‑Holigan
  • Hardrocker Joe
  • Tiger der Süße
  • Dani
  • Granada
  • Rotkappe (Schwammerl)
  • CB‑Flüsterer
  • CB‑Psychopat
  • Windelnazi
  • Weißkraut Fresser

Und ja – es kam sogar vor, dass zwei völlig verschiedene CB‑Funkstationen denselben Namen hatten. Zum Beispiel zwei „Hardrocker Joe“ und zwei „Tiger der Süße“. Niemand hatte ein Patent auf einen Funknamen.

Besonders tragisch war die Geschichte der CB‑Funkstation Gärtner, die sich später in Hardrocker Joe umbenannte. Dieser Mensch wurde von einigen Funkern ausgenutzt: „Fahren wir zum Gärtner auf eine Speckjause“ – sprich: Wenn es bei ihm etwas gratis gab, kamen manche nur zum Essen und Trinken. Das waren keine Freunde, das waren Schmarotzer. Ein gutherziger Mensch wurde ausgenutzt, und deshalb gab dieser Hardrocker Joe aus Oberösterreich das Hobby schließlich auf.

Der andere Hardrocker Joe aus Maine (USA) hingegen ist ab und zu heute noch zu hören.


🔹 TEIL 2 – Lügen, Ausreden, echte Begegnungen und was das alles mit heute zu tun hat

😅 Die Ausreden der CB‑Funker – damals schon hohe Kunst

Wenn man sich damals am Funk etwas ausgemacht hat, war das oft so zuverlässig wie ein Funkgerät ohne Antenne. Man versprach sich Treffen, Besuche, gemeinsame Ausfahrten – und dann kam: nichts.

Ich erinnere mich an Sätze wie:

  • „Wenn ich den Führerschein hab, komm ich mit meinem Auto zu dir, fix!“
  • „Kann heute nicht kommen, hab Bandprobe.“
  • „Muss am Wochenende meinem Vater helfen.“
  • „Auto kaputt, Werkstatt, ganz blöd grad.“
  • „Kein Benzin, Monatsende, du weißt eh…“
  • „Hab verschlafen, war gestern so lang auf Funk.“
  • „Hab Funkstörungen, Antenne spinnt, geht heute leider nicht.“

💬 Verhalten im Funk – wie ein früher Kommentarbereich

Viele CB‑Funker waren freundlich, hilfsbereit, lustig. Man half sich bei Störungen, bei Antennenfragen, bei technischen Problemen. Aber es gab auch Lügen, Angeberei, Beleidigungen und leider auch rassistische Sprüche.

Hinter einem Nicknamen wie „Bananen‑Holigan“, „Granada“ oder „Weißkraut Fresser“ ließ sich wunderbar verstecken. Manche wurden am Mikrofon zu Löwen, im echten Leben aber zu Mäuschen.

🧭 Ehrliche Konversation – mit oder ohne Nickname

Mir persönlich – damals wie heute – ist offene und ehrliche Konversation am liebsten. Mit Nickname oder ohne. Wichtig ist, dass man zu seinem Wort steht.

📍 Tiger der Süße irgendwo aus Oberösterreich

Unter all den Funkern gab es auch einen, den wir hier einfach „Tiger der Süße irgendwo aus Oberösterreich, nennen. Er war einer, der viel versprach – und wenig hielt. Besonders oft sagte er Sätze wie: „Wenn ich den Führerschein geschafft habe, fahre ich zu Hardrocker Joe.“ Doch dieses Versprechen blieb, wie so viele andere, nur ein Spruch im Äther. Am CB-Funkgerät Alpha 4000 klang er selbstbewusst, fast schon großspurig, doch in der Realität kam nie etwas davon an. Man könnte hier wirklich, ganz auf Deutsch gesagt, sagen: große Klappe aber nichts dahinter. Ein typisches Beispiel für jene Funker, die am Mikrofon wie Helden wirkten, aber im echten Leben nie den Schritt machten, den sie so laut angekündigt hatten.

🛡️ Kinder- und Jugendschutz – damals Funk, heute Internet

CB‑Funk war und ist ein Hobby für alle Altersgruppen. Genau deshalb ist ein gewisser Schutz wichtig, besonders für Minderjährige.

🙏 Besonderer Dank & Schlusswort

Ein spezieller Dank geht an die ehemaligen CB‑Funker von Windhag bei Perg. Danke auch an Rodmar, dass ich diese Geschichte erzählen darf.

Am Ende bleibt: Technik kommt und geht – aber ehrliche Kommunikation bleibt das stärkste Signal.

Weißes Holzhaus zwischen Wald und Wiese.
Weißes Holzhaus zwischen Wald und Wiese. Neben mir brummen Präsident Lincoln, Yaesu FT221‑R und mein hellblauer ’57 Camaro Pickup 6×6.
Ich, der süsse Tiger
Ich, der süsse Tiger von der CB‑Funkstation „Tiger der Süsse“, esse gerne frisch zubereitetes Rohbeischl mit Kartoffeln. Eine traditionelle Speise aus Österreich – kräftig, herzhaft und echt regional