Ich Erzähle, Ich schreibe
⚡ Ich erzähle – eine Nacht voller Gedanken
Ich – über 25 Jahre alt – möchte hier etwas erzählen, ohne persönliche Daten preiszugeben. Nur meine Gedanken, meine Erfahrungen, meine Sicht auf Menschen. Und manchmal fühlt es sich an wie eine regnerische Nacht, in der der Donner die eigenen Erinnerungen wachrüttelt.
Es gibt Menschen, die reagieren auf jede Form von Drohung – so wie ich. Und es gibt Menschen, denen ist das völlig egal, selbst wenn die Drohung das eigene Leben betrifft. Manche Menschen werden respektiert, so wie sie sind. Andere wiederum werden nicht respektiert, egal wie sie sind. Und ich frage mich oft: Warum ist das so?
Ich komme mir manchmal vor, als müsste ich mich für alles rechtfertigen: für meine Hobbys, für meine Art zu leben, für meine Entscheidungen. Wenn ich sage: „Ich mag das nicht“, dann passiert oft genau das Gegenteil. Und das ist ehrlich gesagt eigenartig.
⚡ Essen – und warum manche Menschen Grenzen nicht verstehen
Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich esse und jemand mich etwas fragt. Für mich ist das unangenehm. Ich will nicht mit vollem Mund reden. Ich will nicht alles hundertmal wiederholen. Ich will einfach nur essen – in Ruhe.
Aber manche Menschen verstehen das nicht. Oder sie wollen es nicht verstehen. Oder sie tun es absichtlich. Warum? Das ist mir bis heute ein Rätsel.
Es gibt Menschen, die sitzen einem sprichwörtlich im Genick. Kein Freiraum. Kein Abstand. Fast schon Stalking. Und manche wissen genau, welchen Knopf sie drücken müssen, um einem zu schaden. Solche Wunden sieht man nicht – aber sie sind da.
🌧️ Erinnerungen, die bleiben
Als ich ein Kind war – keine 11 Jahre alt – habe ich aufgehört, am Küchentisch zu essen. Ich habe mein Essen in mein Zimmer genommen. Weil ich dort Ruhe hatte. Weil ich dort nicht ständig ausgefragt wurde. Weil ich dort einfach sein konnte.
Heute bin ich 53 Jahre alt. Und vergessen habe ich es nie.
Ob Menschen so etwas absichtlich tun, aus Boshaftigkeit, aus Sadismus oder aus Unverständnis – ich weiß es nicht. Aber möglich wäre es.
🌩️ Familiäres Mobbing – Worte, die verletzen
„Du schiebst dir ja alles unter die Nase rein.“ Solche Sprüche am Esstisch sind keine Späße. Das ist Mobbing. Familiäres Mobbing. Und wenn man sich dann zurückzieht, wird man als „sonderbar“ abgestempelt. Dabei hätten viele Menschen ähnlich reagiert.
⚡ Wenn Grenzen ignoriert werden
Wenn ich hundertmal sage: „Ich will das nicht“ – und es passiert trotzdem – dann wird man irgendwann lauter. Nicht aggressiv. Sondern normal. Weil man sich wehren muss.
Und dann kommen diese Sprüche: „Wir wollen dir doch nicht schaden.“ „Wir meinen es doch nur gut.“ Aber ich habe einen eigenen Kopf. Eigene Gedanken. Eigene Grenzen.
🌧️ Situationen, die man nicht vergisst
Ein Zoobesuch, der eigentlich schön sein sollte. Ein Fußballstadion, das viel zu laut ist. Demonstrationen, die Kinder nichts angehen. Orte voller Rauch und Alkohol. Und dann soll das „lehrreich“ sein?
Oder noch schlimmer: Wenn Eltern das Haustier des Kindes einfach aussetzen oder beiseitigen lassen, nur um in den Urlaub fahren zu können. Und dann sagen: „Er wird schon darüber hinwegkommen.“ „Er vergisst das bald.“
Ich bin kein Kind mehr. Aber vergessen habe ich es nie.
Ich werde hier noch weitere Erlebnisse und Gedanken teilen. Vielleicht hilft es jemandem. Vielleicht erkennt sich jemand wieder. Vielleicht fühlt sich jemand verstanden.
