Joe (16) über körperliche Gewalt – warum Feiglinge immer im Rudel kommen
Blog‑Artikel: Joe (16) über körperliche Gewalt – warum Feiglinge immer im Rudel kommen
Yo Leute, ich bin’s – Joe, 16 – und heute geht’s um ein Thema, das mich richtig ankotzt: körperliche Gewalt. Nicht irgendein kleiner Streit, nicht ein dummer Schubser auf dem Gang, sondern dieses feige, erbärmliche „Wir sind mehrere gegen einen“-Gehabe. Also das klassische: draufhauen, treten, festhalten, einschüchtern.
Gewalt hat viele Gesichter: Schläge, Tritte, Würgen, Festhalten, Drohen, Bedrängen, Verfolgen. Aber das, was mich am meisten triggert, ist diese Nummer: Mehrere Personen, die auf einen einzigen Menschen losgehen. Fünf gegen einen, drei gegen einen, zehn gegen zwei – völlig egal. Das Muster ist immer gleich: viele „Starke“ gegen einen „Schwachen“.
Und jetzt mal komplett ehrlich:
Das machen nur Feiglinge.
Leute, die alleine viel zu schwach sind – innerlich und äußerlich.
Leute, die ohne ihre Gruppe so mutig sind wie ein Blatt Klopapier im Sturm.
In der Gruppe fühlen sie sich stark, mächtig, unantastbar.
Aber in Wahrheit sind sie nur eine komische, schwache und feige Typen‑Gruppe,
die sich gegenseitig Mut zusäuft, weil keiner von ihnen alleine gerade stehen kann.
Warum gehen mehrere auf einen los? Ganz einfach:
• Angst, alleine nichts zu reißen:
Sie wissen genau, dass sie im 1‑gegen‑1 alt aussehen würden.
Also holen sie sich Verstärkung, damit sie „sicher“ gewinnen.
• Gruppendruck und Mitläufer‑Modus:
Viele machen mit, weil sie nicht selbst zum Opfer werden wollen.
Also treten sie lieber mit drauf, statt „Nein“ zu sagen.
Herzlichen Glückwunsch – so wird man vom Menschen zur Statistin in einem Gewaltfilm.
• Falsches Gefühl von Macht:
In der Gruppe fühlen sie sich wie Bosse.
Aber echte Macht zeigt sich nicht darin, wie hart du zuschlagen kannst,
sondern darin, ob du es nicht nötig hast.
Ich sag’s mal so, wie ich’s denke: Wer nur in der Gruppe mutig ist, ist alleine einfach arm dran. Das ist kein „Gangster“, kein „Boss“, kein „Alpha“ – das ist einfach nur armselig.
Und jetzt kommt etwas, das mich persönlich richtig beschäftigt: Ich, Joe, 16, weiß von meinen Eltern, dass Rodmar – ja, der coole Typ mit der Webseite hier – selbst mal Opfer von genau so einer feigen Aktion geworden ist.
Er wurde damals über den CB‑Funk irgendwohin gelockt. Klingt erstmal harmlos, so nach „Hey, komm vorbei, wir quatschen ein bisschen“. Aber was war wirklich? In Pregarten, Oberösterreich, haben ihn dann fünf Typen – nennen wir sie ruhig die „komische schwache und feige Typen‑Gruppe“ – zusammengeschlagen.
Fünf gegen einen. Fünf, die sich stark fühlen mussten, indem sie auf einen einzigen Menschen losgehen. Fünf, die wahrscheinlich dachten, sie wären jetzt die Helden ihres eigenen Films. Spoiler: Ihr wart nicht die Helden. Ihr wart die Peinlichkeit der Szene.
Und jetzt kommt der Teil, der mich komplett beeindruckt hat: Rodmar wurde schwer verletzt. Und trotzdem hat er keine Strafanzeige erstattet. Nicht, weil er Angst hatte. Nicht, weil er eingeschüchtert war. Sondern weil er sich entschieden hat, nicht mit Gegengewalt zu antworten.
Ganz ehrlich? Das ist für mich echte Stärke. Nicht fünf gegen einen. Nicht treten, wenn jemand am Boden liegt. Nicht nachtreten, nicht zurückschlagen, nicht Rache planen. Sondern sagen: „Ich lasse mich nicht auf euer Niveau runterziehen.“
Viele denken, stark sein heißt: härter zuschlagen, lauter schreien, mehr drohen. Aber stark sein heißt manchmal genau das Gegenteil: aufstehen, weitermachen, nicht verrohen. Rodmar hat genau das gemacht. Und dafür hat er meinen Respekt – nicht nur ein bisschen, sondern komplett.
Körperliche Gewalt ist nie „cool“, nie „mutig“ und schon gar nicht „männlich“ oder „stark“. Sie ist ein Zeichen von innerer Leere, von Angst, von Unsicherheit. Wer wirklich stabil ist, braucht keine Fäuste, um sich groß zu fühlen.
Und an alle, die sowas feiern, filmen oder teilen: Ihr seid Teil des Problems. Wer zuschaut, lacht, filmt oder anfeuert, macht sich mitschuldig. Man muss nicht selbst schlagen, um Schaden anzurichten – manchmal reicht schon das Handy in der Hand.
Wenn du selbst Opfer von Gewalt warst oder bist: Du bist nicht schwach. Schwach sind die, die dich angreifen müssen, um sich selbst zu spüren. Hol dir Hilfe, rede mit jemandem, der dir vertraut – Eltern, Freunde, Lehrer, Beratungsstellen. Und glaub mir: Du bist mehr wert als die Meinung von fünf feigen Gestalten, die nur im Rudel funktionieren.
Für mich ist Rodmar ein Beispiel dafür, dass man auch nach sowas nicht verbittert sein muss. Er hätte komplett anders reagieren können. Hat er aber nicht. Stattdessen gibt er mir – Joe, 16 – hier Platz auf seiner Seite, damit ich das alles aufschreiben kann. Das ist Größe.
Rockige Grüße,
Joe, 16 – der Typ, der sagt, was viele denken, aber keiner laut ausspricht.
