Joe (16) über Mobbing – damals, heute und überall

13.05.2026
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Blog‑Artikel: Joe (16) über Mobbing – damals, heute und überall

Yo, ich bin’s wieder – Joe, 16 – und heute geht’s um ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst: Mobbing. Ja, richtig gehört. Das, was wir heute „Mobbing“, „Cybermobbing“, „Diskriminierung“, „Rassismus“, „Bedrohungen“, „Beleidigungen“, „Nötigungen“, „Gewalt“ oder „Grooming“ nennen, gab’s schon lange, bevor es Strom, Internet oder Smartphones gab.

Im Mittelalter? Da hat man Leute auf dem Marktplatz beschimpft, ausgelacht und mit Dingen beworfen, die ich hier lieber nicht genauer beschreibe. Und Begriffe wie „Hexe“ oder „der ist mit dem Teufel im Bunde“ waren damals das, was heute „Opfer“, „Freak“ oder „Loser“ ist. Nur halt in mittelalterlicher Version. Das Wort „unlöblich“ gab’s übrigens wirklich – das hieß so viel wie „frech“, „vorlaut“ oder „unpassend“. Also ja: Mobbing ist älter als jede Steckdose.

Und vor ungefähr 30 Jahren – okay, das war vor meiner Zeit – da hat man’s auch noch nicht „Mobbing“ genannt. Aber ausgelacht, gedemütigt, geschubst, an den Haaren gezogen, ausgegrenzt? Ja, das gab’s schon. Und das war genauso falsch wie heute. Egal ob man’s „Mobbing“ nennt oder nicht – es bleibt Mist.

Mobbing ist genauso falsch wie Gewalt, Rassismus, Diskriminierung, Bedrohungen oder Beleidigungen. Und irgendwie passt dieser zweite Blog‑Eintrag von mir perfekt zu meinem ersten. Also Rodmar – danke nochmal, dass ich auch diesen Artikel hier auf deiner Webseite veröffentlichen darf. Ist nicht selbstverständlich, dass Jugendliche irgendwo ernst genommen werden.

Traurigerweise findet man Mobbing, Cybermobbing, Diskriminierung, Rassismus, Bedrohungen, Beleidigungen, Nötigungen, Gewalt und Grooming oft genau dort, wo man’s am wenigsten erwartet: im eigenen Zuhause. Ich persönlich hatte Glück und wurde von so einem – wie sag ich’s am besten – teuflischen, dämonischen, abartigen Verhalten verschont. Aber viele andere haben dieses Glück nicht.

Und selbst wenn man sowas erlebt hat – vielleicht in der Schule, vielleicht in der Arbeit, vielleicht sogar zu Hause – heißt das nicht, dass man das Recht hat, diesen Schmerz an andere weiterzugeben. In dem Film Stormbreaker sagt Alex sinngemäß: „Viele werden in der Schule schlecht behandelt, aber das macht sie nicht zu durchgeknallten Psychopathen.“ Und ja – genau so ist es.

Heute gibt’s sogar YouTube‑Videos von Schulhof‑Schlägereien, die wahrscheinlich von einer – sagen wir’s mal freundlich – nicht sehr braven KI erstellt wurden. Und ganz ehrlich: Das ist einfach nur traurig.

Wenn ich auf der Bühne stehe und Gitarre spiele, bin ich auch ein bisschen durchgeknallt. Aber hey – das ist jeder Mensch. Der eine mehr, der andere weniger. Und ja, auch Rodmar ist auf seine Art durchgeknallt – aber ein cooler Typ mit seinen 53 Jahren. Durchgeknallt sein oder einfach anders sein ist nichts Schlechtes. Aber heute wird man genauso wie vor Hunderten Jahren in irgendeine vorurteilsbeladene Schublade gesteckt.

Rockige Grüße,
Joe, 16 – der Typ, der sagt, was viele denken, aber keiner laut ausspricht.