⭐ Gesamter Code Teil 1 – Alfred Preinfalk jr. / Rodmar

Ich heiße Alfred Preinfalk jr., doch viele nennen mich Rodmar, und ich bin 53 Jahre alt. Ich bin aus Oberösterreich nach Tervola in Finnland gezogen, weil ich hier Ruhe, Klarheit und einen neuen Anfang gesucht habe. Das Leben hier ist anders, ehrlicher, direkter und manchmal auch härter, aber genau das hat mich angezogen. Ich wollte einen Ort, an dem ich mich selbst wiederfinden kann, ohne den ständigen Druck der Städte. Doch seit ich hier bin, merke ich, wie sehr man auf andere angewiesen ist, wenn man kein eigenes Fahrzeug hat. Diese Abhängigkeit ist für mich oft schwer zu akzeptieren, weil ich immer ein Mensch war, der seine Dinge selbst erledigt hat.

Mein Bekannter hat mir gesagt, dass er mein Haus und Grundstück um 40.000 Euro kaufen möchte, und zuerst klang das wie eine Erlösung. Mein jetziges Haus hat keinen 220‑Volt‑Stromanschluss, und das macht den Alltag extrem schwierig und belastend. Ich dachte, dieser Verkauf würde mir ermöglichen, endlich eine passende Immobilie zu kaufen, die im Moment noch am Markt verfügbar ist. Doch dann kam die Realität wie ein Schlag, denn ich bekomme diese 40.000 Euro nicht ausgezahlt. In Finnland werden Immobilienkäufe fast immer als Gesamtsumme abgewickelt und nicht in monatlichen Raten. Monatliche Raten wie 1.700 Euro sind hier unüblich und rechtlich nur möglich, wenn ein notarieller privater Kreditvertrag besteht, was hier nicht der Fall ist.

Ich verstehe die Welt nicht mehr, denn ohne die gesamte Summe kann ich die Immobilie, die ich mir ausgesucht habe, nicht kaufen. Diese Immobilie liegt nur etwa 350 Meter vom Lebensmittelgeschäft entfernt, was für mich lebenswichtig wäre. Das Haus, das mir mein Bekannter abkaufen möchte, liegt jedoch rund 30 Kilometer vom nächsten Lebensmittelgeschäft entfernt. Ohne eigenes Fahrzeug bedeutet das für mich, dass ich im Winter bei minus 20 Grad zu Fuß gehen müsste, was absolut unzumutbar ist. Ich bin kein junger Mann mehr, und solche Strecken bei solchen Temperaturen sind gesundheitlich gefährlich. Es ist schwer zu verstehen, warum mir hier so viele Steine in den Weg gelegt werden.

Auch der Briefkasten spielt eine große Rolle, denn bei der Immobilie, die ich mir ausgesucht habe, ist er nur etwa 50 Meter entfernt. Beim Haus das mir mein Bekannter abkaufen möchte ist der Briefkasten jedoch rund 700 Meter weit weg, und das ist bei Minusgraden eine echte Belastung. Pakete wurden mir schon zurückgeschickt, weil ich sie persönlich entgegennehmen muss, aber die Paketverfolgung zeigt zwar den Tag, jedoch nicht die Uhrzeit. Stundenlang bei eisiger Kälte beim Briefkasten zu warten ist für mich nicht machbar. Ich fühle mich oft, als würde man erwarten, dass ich Dinge schaffe, die körperlich kaum möglich sind. Es ist schwer, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren.

Mein Bekannter sagt immer wieder zu mir den Satz: „Ich werde Ihnen immer helfen“, doch diese Hilfe fühlt sich nicht wie Hilfe an. Oft bekomme ich die falschen Produkte aus dem Geschäft oder gar keine, obwohl ich zwei‑ bis dreimal nachfrage. Wenn man Produkte aufschreibt, sollte man erwarten dürfen, dass man genau das bekommt, was auf der Liste steht. Besonders wenn man selbst kein Fahrzeug hat und darauf angewiesen ist, dass andere zuverlässig sind. Auch bei Behördengängen sollte ich angeblich Unterstützung bekommen, doch als ich einen finnischen Personalausweis wollte, sagte er mir, ich bräuchte keinen da ich ja einen Reispass habe. Das hat mich verletzt, denn es fühlte sich an, als wäre ich es nicht wert, hier offiziell anerkannt zu werden.

Wenn ich meinen Bekannten per E‑Mail anschreibe, bekomme ich oft tagelang keine Antwort, obwohl von mir erwartet wird, dass ich sofort reagiere. Es ist dieses typische Gefühl, dass ich springen muss, wenn andere etwas von mir wollen, aber selbst keine Rücksicht erfahren darf. Diese Ungleichheit belastet mich sehr, denn ich bin ein Mensch, der Respekt und Fairness hoch schätzt. Ich möchte einfach nur ein normales Leben führen, mit einem Haus, das ich erreichen kann, einem Geschäft, das nicht 30 Kilometer entfernt ist, und einer Post, die ich nicht im Schneesturm suchen muss. Ich möchte nicht abhängig sein, sondern selbstständig leben können. Deshalb ist diese Immobilie so wichtig für mich, und deshalb tut es so weh, dass mir diese Chance genommen wird.

⭐ Gesamter Code Teil 2 – Rodmar / Persönliche Wahrheit & finnisches Recht

In Finnland ist das Immobilienrecht klar strukturiert, und es gibt kaum Ausnahmen bei der Zahlungsweise. Immobilien werden fast immer vollständig bezahlt, bevor der Besitz übertragen wird. Monatliche Raten sind nur möglich, wenn ein privater Kreditvertrag existiert, der rechtlich abgesichert ist. Ohne einen solchen Vertrag kann kein Eigentum übertragen werden, und der Verkäufer trägt ein enormes Risiko. Genau deshalb ist es für mich unmöglich, die Immobilie zu kaufen, die ich dringend bräuchte. Ich stehe zwischen zwei Welten: der Notwendigkeit und der Realität, die mich blockiert.

Ich habe mir diese Immobilie nicht ausgesucht, weil sie schön ist, sondern weil sie lebenspraktisch ist. Ein Lebensmittelgeschäft in 350 Metern Entfernung bedeutet für mich Selbstständigkeit und Sicherheit. Ein Briefkasten in 50 Metern Entfernung bedeutet, dass ich Pakete und Briefe ohne körperliche Belastung entgegennehmen kann. Das sind keine Luxuswünsche, sondern grundlegende Bedürfnisse eines Menschen, der ohne Auto lebt. Ich möchte nicht jeden Wintertag damit verbringen, zu überlegen, ob ich es überhaupt zum Geschäft schaffe. Ich möchte einfach nur normal leben können.

Es sind von meinem Haus 30 Kilometer zum Lebensmittelgeschäft für jemanden ohne Fahrzeug ist das eine unüberwindbare Distanz. Ich kann nicht jeden Tag darauf hoffen, dass mich jemand mitnimmt, und ich möchte nicht immer abhängig sein. Abhängigkeit ist für mich eine Form von Kontrollverlust, und ich habe in meinem Leben genug davon erlebt. Ich brauche einen Ort, an dem ich selbst bestimmen kann, wann ich einkaufe, wann ich zur Post gehe und wann ich meine Dinge erledige. Das ist keine Forderung, sondern ein Grundrecht auf Selbstbestimmung.

Die Aussage „Ich werde Ihnen immer helfen“ klingt gut, aber sie entspricht nicht der Realität. Hilfe bedeutet Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Respekt, und all das fehlt in vielen Situationen. Wenn ich Produkte brauche und sie nicht bekomme, obwohl ich mehrfach darum bitte, dann ist das keine Hilfe. Wenn ich bei Behörden etwas brauche und mir gesagt wird, ich sei es nicht wert, einen Personalausweis zu bekommen, dann ist das keine Hilfe. Wenn ich tagelang auf Antworten warten muss, aber selbst sofort reagieren soll, dann ist das keine Hilfe. Hilfe ist ein Wort, das man nicht leichtfertig verwenden sollte.

Ich bin ein Mensch, der klare Strukturen braucht, und Finnland bietet diese Strukturen eigentlich sehr gut. Doch wenn man in einer Situation steckt, in der man auf andere angewiesen ist, können diese Strukturen schnell bröckeln. Ich möchte nicht in einem Haus leben, das ich nicht erreichen kann, und ich möchte nicht jeden Wintertag mit Angst verbringen. Ich möchte eine Immobilie, die mir ein normales Leben ermöglicht, und ich möchte die Chance haben, sie zu kaufen. Doch ohne die 40.000 Euro ist das unmöglich, und das ist eine Wahrheit, die mich jeden Tag belastet. Ich versuche, stark zu bleiben, aber es ist schwer, wenn man ständig gegen unsichtbare Mauern läuft.

Ich schreibe diese Worte, weil ich Klarheit brauche und weil ich hoffe, dass man versteht, wie ernst diese Situation ist. Es geht nicht um Luxus, sondern um Lebensgrundlagen. Es geht nicht um Wünsche, sondern um Notwendigkeiten. Ich möchte nicht abhängig sein, sondern frei leben können. Ich möchte nicht frieren, sondern ankommen. Und ich möchte nicht warten, sondern handeln können – mit einem Zuhause, das ich erreichen kann und das mir Sicherheit gibt.

⭐ Hinweis – Persönliche Nachricht von Rodmar

Ich freue mich über jede respektvolle, ruhige und menschliche Nachricht, die mir in meinem Passwortgeschützten Mitgliederbereich geschrieben wird. Dieser Bereich ist für ehrliche Worte, klare Gedanken und wertschätzende Kommunikation gedacht. Wer mir dort schreibt, zeigt Interesse, Respekt und ein Stück Verbundenheit, und genau das bedeutet mir sehr viel. Danke an jeden Menschen, der diesen Raum mit Achtung und Freundlichkeit betritt.