Kinder- & Jugendschutz – Kategorie: Blau ab 18 / Violett ab 21

Dieser Inhalt richtet sich ausschließlich an Erwachsene, weil er sich kritisch, sarkastisch und schonungslos mit weltweiten Konflikten, Gewaltkultur und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzt. Es werden keine Waffen beschrieben, keine Gewalt dargestellt und nichts verherrlicht – aber es wird klar und deutlich ausgesprochen, was viele nicht hören wollen. Wenn du unter 18 bist, verlasse bitte diesen Bereich. Wenn du unter 21 bist, lies bewusst und reflektiert. Rodmar spricht hier Klartext.

Rodmar spricht Klartext – Wenn Eltern wegen Rockmusik den Verstand verlieren

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die biologische Uhr bei manchen Eltern im Rückwärtsgang läuft. Da zieht die nächste Generation heran, entwickelt einen eigenen Geschmack und hört Rock, Hardrock, Heavy Metal oder Black Metal – und was machen die Erzeuger? Anstatt froh zu sein, dass das Kind Charakter zeigt, wird erst mal tief in die Kiste der Erniedrigung gegriffen. Da wird das eigene Fleisch und Blut heruntergemacht, beleidigt, diskriminiert und psychisch regelrecht strammgezogen. Nur wegen ein paar verzerrter Gitarren und schnellen Schlagzeug-Beats! Es ist unfassbar, wie erwachsene Menschen, die eigentlich Schutzbefohlene heranziehen sollten, bei handgemachter Musik sofort in den mittelalterlichen Hysterie-Modus schalten. Als wäre eine Lederjacke ein Ticket direkt in die Hölle.

Die Hotline zum Beelzebub – Erklärt mir mal diese Physik!

Und jetzt kommen wir zu meinem absoluten Lieblings-Voodoo der Generation "Spießbürger": Das angebliche Rückwärtsabspielen von Schallplatten. Da sitzen doch tatsächlich heute noch Leute auf der Couch und schwören Stein auf Bein, dass man dämonische, satanische Botschaften hört, die das unschuldige Kind manipulieren sollen, wenn man das Vinyl gegen den Uhrzeigersinn dreht. Jetzt mal ganz ehrlich und rein naturwissenschaftlich gefragt: Wie zum Henker soll das bitteschön funktionieren? Ruft da vor den Studioaufnahmen der Manager einer Rockband beim Teufel oder bei irgendeinem Untermieter-Dämon an und sagt: „Du, pass mal auf, Luzi, wir nehmen morgen die neue Scheibe auf. Wir bräuchten dich mal kurz für ein paar teuflische Hintergrundstimmen, die man aber nur hört, wenn man die Nadel rückwärts über die Rille kratzt“? Wer so einen hanebüchenen Schwachsinn behauptet, müsste doch bitteschön auch nur den Hauch eines wissenschaftlichen Beweises liefern können! Aber Fehlanzeige. Hauptsache, man kann mit antiquierten Vorurteilen um sich werfen.

Eerie, Indiana lässt grüßen – Die alltägliche Botschaft des Grauens

Das Ganze erinnert mich haargenau an eine geniale Folge der alten Mystery-Serie *Eerie, Indiana* – und zwar die Episode „Die alltägliche Botschaft des Grauens“ (*The Broken Records*). Da bildet sich der stocksteife Vater eines Jungen genau denselben Mist ein. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass die Heavy-Metal-Band „The Pit Bull Scourges“ geheime Botschaften auf ihren Platten versteckt hat, um die Jugend im Dorf zu verderben. Und was passiert am Ende der Folge? Natürlich kommt heraus, dass die Platten völlig harmlos sind – aber die eigentliche Gehirnwäsche und das wahre Verderben kamen per Dauerschleife aus dem Netz der spießigen Elterngeneration! Fiktion spiegelt eben oft die traurige Realität wider. Wenn Väter und Mütter ihre Kinder wegen einer kreativen Leidenschaft tagtäglich belagern und quälen, dann sind nicht die Platten das Verderben für die Jugend – sondern das toxische Verhalten im eigenen Wohnzimmer!

Wer verdirbt hier eigentlich wen? – Der moralische Bankrott im Kinderzimmer

Ein Kind zu Hause fertigzumachen, weil es den Bass lauter dreht, ist kein Erziehungsstil, sondern ein psychologischer Offenbarungseid. Eigentlich sollten Eltern verdammt noch mal hinter ihren Kids stehen, sie unterstützen, ihnen den Rücken stärken und ihren Horizont erweitern. Stattdessen wird blockiert. Das ist genau wie in dem Film *School of Rock*: Da gibt es diesen einen Vater, der komplett durchdreht, weil sein Junge E-Gitarre spielen will. Das sei ja alles nur „Zeitverschwendung“ und würde zu nichts führen. Was für eine verarmte Denkweise! Da wird den Kindern die kreative Luft zum Atmen genommen, nur weil es nicht in das quadratisch-praktische Weltbild der Erwachsenen passt. Am Ende zeigt der Film aber genau das, was im echten Leben auch passiert: Die Musik bringt den Kids Selbstbewusstsein, Teamgeist und echte Stärke – Dinge, die ihnen die meckernden Eltern vorher erfolgreich verwehrt haben.

Aber das ist wieder einmal typisch für die menschliche Ignoranz. Schauen wir uns diese Muster-Eltern doch mal genauer an: Was haben die denn bitteschön früher selbst für Musik gehört, als sie in der Pubertät waren? Welche Klamotten haben die damals getragen, als sie rebellieren wollten? Wurden sie damals von ihren eigenen Eltern vielleicht genauso schikaniert und unverstanden in die Ecke gedrängt? Wahrscheinlich! Aber anstatt aus diesem Fehler zu lernen und es bei den eigenen Kindern besser zu machen, mutieren sie mit 50 Jahren genau zu den Spießern, die sie früher selbst abgrundtief gehasst haben. Sie geben den erlittenen Frust eins zu eins weiter, wie ein vererbtes, schlechtes Gen der Intoleranz. Ein Teufelskreis der Einfallslosigkeit.

Rodmar über wahre Werte – Lasst die Kids verdammt noch mal rocken!

Wahre Erziehung und Stärke bedeuten nicht, ein Kind in ein vorgefertigtes Korsett zu pressen, damit es abends pünktlich zum Abendbrot die Klappe hält. Musik – egal wie laut, egal wie düster sie auf den ersten Blick wirkt – ist ein Ventil für Emotionen, für Wut, für Freude und für die Suche nach der eigenen Identität. Wer das als Elternteil nicht begreift und lieber mit mittelalterlichen Satanismus-Theorien um sich wirft, hat den Anschluss an die Realität längst verloren. Ich senke mein Niveau jedenfalls nicht auf diese Stufe herab. Lasst die Jugendlichen ihre E-Gitarren aufdrehen, lasst sie ihre Platten hören und verdammt noch mal Mensch sein! Denn am Ende des Tages ist ein lauter, ehrlicher Rock-Song tausendmal besser als das verlogene Schweigen in einem zerrütteten Elternhaus. Und Rodmar schweigt hier garantiert nicht.