Kinder- & Jugendschutz – Kategorie: Blau ab 18 / Violett ab 21

Dieser Inhalt richtet sich ausschließlich an Erwachsene, weil er sich kritisch, sarkastisch und schonungslos mit weltweiten Konflikten, Gewaltkultur und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzt. Es werden keine Waffen beschrieben, keine Gewalt dargestellt und nichts verherrlicht – aber es wird klar und deutlich ausgesprochen, was viele nicht hören wollen. Wenn du unter 18 bist, verlasse bitte diesen Bereich. Wenn du unter 21 bist, lies bewusst und reflektiert. Rodmar spricht hier Klartext.

Rodmar spricht Klartext – Handschellen als Hobby und das ewige Vorurteil

Manchmal muss man sich schon wundern, in welche Schubladen man gesteckt wird, sobald man ein etwas außergewöhnlicheres Hobby hat. Wenn man erzählt, dass man Handschellen und Fußschellen sammelt, schalten die Gehirne der Moralapostel sofort in den Alarmmodus. Es werden im selben Moment ausschließlich böse, kranke oder absolut fragwürdige Absichten vermutet, als wäre man der nächste Superschurke aus einem billigen Actionfilm. Keiner der Besserwisser versteht, dass es dabei um die Faszination für die verflixte Mechanik, die Schlösser und die historische Handwerkskunst geht. Stattdessen erntet man nur schiefe Blicke und Getuschel hinter vorgehaltenem Daumen. Dabei liegt das Problem wie so oft nicht am Sammlerobjekt selbst, sondern an den Vögeln, die im Kopf derjenigen nisten, die sofort Schmutz wittern.

„Das ist doch nur Spaß!“ – Wenn aus Witzen bitterer Ernst wird

Besonders lustig – und mit „lustig“ meine ich eigentlich brandgefährlich – wird es dann, wenn irgendwelche Spezialisten die Schellen mal ausprobieren wollen. „Lass mich mal testen, wie sich das anfühlt!“, heißt es dann großspurig. Und was machen manche Menschen mit voller Absicht, sobald das Metall erst mal lautstark zuschnappt? Sie lassen den anderen absichtlich zappeln, wenn es um das eigentliche Öffnen und Aufsperren geht. Die finden das wahnsinnig komisch, lachen sich ins Fäustchen und ignorieren geflissentlich die wachsende Panik im Gesicht des Gefesselten. Da wird immer wieder gesagt: „Bitte, öffne mir die Handschellen wieder!“, während der Schlüsselträger das Ganze stur als harmlosen Spaß abtut. Doch für den, der da festsitzt, hört der Spaß genau in dieser Sekunde auf. Aus einem dummen Gag wird nämlich ganz schnell eine handfeste Freiheitsberaubung, und das ist rechtlich wie moralisch eine ganz miese Nummer.

Der Trick mit dem Schlüsselloch – Ausnutzung der totalen Blockade

Wer sich ein bisschen mit der Materie auskennt, weiß ganz genau, dass Handschellen kein Spielzeug sind. Normalerweise zeigen die Schlüssellöcher beim Anlegen nach vorne, damit man im Notfall noch irgendwie herankommt. Aber es gibt da draußen ein paar ganz geschickte, hinterhältige Zeitgenossen, die die Situation schamlos ausnutzen. Die drehen die Ringe beim Anlegen so flink um, dass die Schlüssellöcher plötzlich nach hinten, also zum Körper hin, zeigen. Selbst wenn die betroffene Person den passenden Schlüssel direkt in der eigenen Hand hält, ist eine Selbstbefreiung absolut unmöglich geworden, weil man anatomisch gar nicht mehr an das Schloss herankommt. Das ist das klassische Ausnutzen einer totalen Hilflosigkeit, verpackt in ein hämisches Grinsen. Wer die Machtlosigkeit eines anderen Menschen so inszeniert und feiert, hat charakterlich den Tiefpunkt erreicht.

Das schöne Hobby und die verdammte Verantwortung

Eigentlich ist das Sammeln von Fesselwerkzeugen ein unheimlich schönes, technisches Hobby, das eine Menge über die Geschichte der Sicherheitstechnik erzählt. Aber es steckt eben auch eine verdammt große Portion Verantwortung dahinter, die man niemals auf die leichte Schulter nehmen darf. Man kann sich an den scharfen Metallkanten nämlich extrem schwer verletzen, wenn die Rasten zu eng an den Handgelenken angelegt werden und die Blutzirkulation abschnüren. Nun, ich habe selbst mal leidenschaftlich Handschellen gesammelt, aber das ist mittlerweile schon eine ganze Weile her. Die wenigen Modelle, die ich heute noch besitze, verstauben ganz sicher nicht offen im Regal. Sie lagern sicher verstaut in einer soliden Holzkiste, die zusätzlich mit einem Vorhängeschloss versperrt ist. Jedes einzelne Modell darin ist zudem auf beiden Seiten komplett abgesperrt und gesichert, um ein unabsichtliches, blödes Zuschnappen von vornherein unmöglich zu machen.

Wenn der Schlüssel fehlt – Blaulicht wegen falschem Humor

Man liest es ja immer wieder in den Zeitungen, und die Berichte der Rettungskräfte sprechen Bände. Es gibt regelmäßig Fälle, in denen die Polizei, die Rettung oder die Feuerwehr mitten in der Nacht ausrücken müssen, weil ein „lustiger“ Abend komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Da müssen dann erwachsene Menschen aus gefesselten Positionen befreit werden, weil der Schlüssel unauffindbar im Teppich verschwunden oder das Billigschloss blockiert ist. Mit gutem Zureden kommt man da nicht weiter; da wird dann richtig schweres Gerät benötigt. Wenn der Bolzenschneider oder die kreischende Metalltrennsäge Millimeter neben der nackten Haut angesetzt werden müssen, weint der Möchtegern-Aktionär dicke Tränen. Wer diesen peinlichen Großeinsatz am Ende des Tages eigentlich bezahlt, weiß ich zwar nicht auf den Cent genau. Aber ich vermute mal ganz stark, dass die saftige Rechnung postwendend beim Besitzer oder Käufer dieser Handschellen im Briefkasten landet – und das geschieht ihm dann auch absolut recht.

Blickfang an der Holzbar – Stilvolle Dekoration statt Missbrauch

In vielen Sammlerkreisen wird oft geschrieben, dass solche historischen oder massiven Handschellen hervorragend als Blickfang taugen. Als reine Dekorationsdinge an der Wand machen sie nämlich richtig was her und versprühen einen urigen, rustikalen Charme. Stellt euch das mal an einer massiven Holzbar im Partykeller vor – da sehen sauber polierte Stahlschellen verdammt gut aus und sorgen für sofortigen Gesprächsstoff unter den Gästen. Solange sie sicher montiert sind und keiner auf die Idee kommt, den Barkeeper daran festzuketten, ist das eine absolut feine Sache. Sie zeigen Charakter, ohne dass man damit Schaden anrichtet oder die Freiheit eines anderen einschränkt. Dekoration ja, Spielzeug für betrunkene Mutproben ganz klares Nein!

Kein Spielzeug für die Jugend – Die Grenze des Zumutbaren

Kinder und Jugendliche sollten meiner festen Überzeugung nach absolut gar nicht mit solchen echten Fesselwerkzeugen in Kontakt kommen. In jungen Jahren fehlt einfach noch komplett der Weitblick für die physikalischen und psychischen Konsequenzen eines solchen Einschlusses. Da wird aus einer kindlichen Neugier beim Versteckspielen ganz schnell ein tierischer Ernst, bei dem Panik ausbricht und schlimme Unfälle passieren können. Die Verantwortung liegt hier zu einhundert Prozent bei den Erwachsenen, die ihr Zeug gefälligst unter Verschluss halten müssen. Wer da nachlässig ist, gefährdet das Wohl der Kids, und das ist für mich die rote Linie, die niemals überschritten werden darf. Das Jugendalter ist zum Entdecken da, aber nicht zum Gefesseltsein im elterlichen Keller.

Vom Fesselwerkzeug zum Button – Harmlose Kunst ohne Ketten

Dass man aus dem Thema Handschellen auch etwas völlig Ungefährliches und Kreatives machen kann, beweist die Kunst. Schaut euch doch nur mal das selbst angefertigte Bild von einem Handschellen-Button an – das ist das perfekte Beispiel für gelungene Entschärfung. Da ist nichts Gefährliches dran, nichts Verletzendes und erst recht nichts Freiheitsberaubendes. Es ist einfach ein cooler, rockiger Anstecker, der ein Statement setzt, ohne dass man dafür jemals einen echten Schlüssel oder gar die Feuerwehr rufen müsste. So transformiert man ein kontroverses Sammlerobjekt in ein harmloses, stilvolles Accessoire. Und genau das ist die Art von Kreativität, hinter der ich mit ganzem Herzen stehe. Rodmar hat gesprochen, und jetzt geht die Kiste wieder zu.